Kinderlähmung – Poliomyelitis

Kompetenzzentrum für Orthopädie informiert: Kinderlähmung – Poliomyelitis

Definition Kinderlähmung – Poliomyelitis

Orthopäden Berlin informieren über Polio-RisikogebieteKinderlähmung (Poliomyelitis) ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die zu schweren Lähmungen führen kann. Sie wird von Mensch zu Mensch übertragen. Beim Poliovirus unterscheiden Orthopäden Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin drei Untertypen. Bei über 90 Prozent der Infizierten verläuft die Infektion unbemerkt. Da das Virus über den Stuhl ausgeschieden wird, kann es andere Menschen befallen. Eine Übertragungsgefahr besteht vor allem durch Schmierinfektionen, z.B. bei engem Körperkontakt mit einem Erkrankten, durch mit Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser oder verunreinigte Lebensmittel. Schlechte hygienische Bedingungen sorgen dafür, dass sich das Virus rasch ausbreitet. In der Frühphase ist eine Übertragung auch durch Tröpfcheninfektionen, also Speichelkontakt oder Sekrettröpfchen in der Atemluft möglich.
Die Kinderlähmung (Poliomyelitis) verläuft in drei Stadien. Im ersten Stadium treten grippeähnliche Symptome auf. Dazu gehören Abgeschlagenheit, Fieber, Hals- und Kopfschmerzen sowie Durchfall. Die Symptome klingen meist nach einigen Tagen wieder ab. Der Facharzt für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin spricht von einer gemilderten Kinderlähmung (abortiven Poliomyelitis). Im zweiten Stadium infizieren die Viren das zentrale Nervensystem, ohne dass es zu Lähmungserscheinungen kommt. Diese so genannte nichtparalytische Kinderlähmung (Poliomyelitis) tritt 3 bis 7 Tage nach der gemilderten auf. Die Patienten haben hohes Fieber, Kopf-, Nacken-, Rücken- und Muskelkrämpfe. Betroffen sind etwa ein bis zwei Prozent der mit dem Virus Infizierten. Gelangt das Virus jedoch in die Nervenzentren, die unsere Bewegungen kontrollieren, kommt es zu Lähmungen, insbesondere der Beine und Arme sowie der Bauch-, Thorax- und Augenmuskeln. Bei schweren Verläufen sind auch Lähmungen der Schlund- und der Atemhilfsmuskulatur möglich. Fachärzte der Orthopädie Berlin diagnostizieren dann eine paralytische Kinderlähmung (Poliomyelitis). Dieses dritte Stadium kommt bei 0,1 bis 1 Prozent der Patienten vor. Nur in sehr seltenen Fällen führt Kinderlähmung (Poliomyelitis) zum Tod. In jedem Verdachts- und Erkrankungsfall besteht eine Meldepflicht. In der Bundesrepublik sind die oberste Gesundheitsbehörde des entsprechenden Bundeslandes und das Robert Koch-Institut in Berlin unverzüglich zu informieren, damit eine Ausbreitung verhindert werden kann.

Synonyme und artverwandte Begriffe

Synonyme: Polio, abortive Kinderlähmung, paralytische Kinderlähmung, nichtparalytische Kinderlähmung
Englisch: poliomyelitis, polio

Überblick Kinderlähmung – Poliomyelitis

Der Erreger der Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist ein Enterovirus aus der Gruppe der Picornaviren. Der Mensch ist der einzige natürliche Wirt dieses Virus. Drei verschiedene Stämme (Serotypen) sind den Fachärzten für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin bekannt. Die Erkrankung ist hochansteckend. Das Virus wird vorwiegend fäkal-oral von Mensch zu Mensch übertragen, seltener durch Tröpfcheninfektion. Die Viren siedeln sich im Nasen-Rachen-Raum und im Darm an, wo sie sich vermehren. Mit dem Stuhl werden sie ausgeschieden und können auf andere Menschen übertragen werden. Die Krankheit bricht nur bei wenigen Menschen aus und führt im schlimmsten Fall zu Lähmungen oder sogar zum Tod. Deshalb ist es wichtig, dass sie von Fachärzten für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin frühzeitig erkannt wird.
Der Name Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist eigentlich irreführend. Orthopäden Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin diagnostizieren die Erkrankung auch bei Erwachsenen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam es zu verheerenden Poliomyelitis-Epidemien, die vor allem Klein- und Schulkinder betrafen. Seit der Einführung der Massenschluckimpfung in den 1960er Jahren tritt die Kinderlähmung (Poliomyelitis) weltweit immer seltener auf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich eine Welt ohne Kinderlähmung (Poliomyelitis) zum Ziel gesetzt. Viele Länder sind inzwischen poliofrei. Nur in einigen arabischen, afrikanischen und asiatischen Staaten tritt die Erkrankung noch auf. Orthopäden Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin weisen darauf hin, dass sie durch den internationalen Reiseverkehr oder durch Migration auch nach Europa zurückkehren kann.

Ursachen der Kinderlähmung – Poliomyelitis

Als Erreger der Kinderlähmung (Poliomyelitis) machen Orthopäden Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin ein Virus aus, das so genannte Poliovirus. Es existieren drei verschiedene Typen (Serotypen). Die Viren werden mit dem Stuhl ausgeschieden und können auf andere Menschen übertragen werden. Meistens geschieht das durch Schmierinfektionen. Kurz nach der Infektion kann das Virus auch über Tröpfcheninfektion übertragen werden, z. B. durch Husten oder Niesen. Schutz bietet eine Impfung gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis). Auch wer geimpft ist, kann sich anstecken, ohne krank zu werden und einen anderen Menschen infizieren. Wenn das Virus in das zentrale Nervensystem gelangt, befällt es vor allem die graue Substanz des Rückenmarks. Schwere Lähmungen sind meist die Folge.

Was Sie bei Kinderlähmung – Poliomyelitis selbst tun können

Orthopäden Berlin: Impfung gegen PoliomyelitisWer in Regionen reisen möchte, in denen Kinderlähmung (Poliomyelitis) noch vorkommt, sollte unbedingt seinen Impfschutz überprüfen lassen. Ihr Facharzt für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin wird Sie ausführlich dazu beraten. Besteht der klinische oder labordiagnostische Verdacht auf Kinderlähmung (Poliomyelitis), wird vorsorglich eine sofortige Einweisung in ein Krankenhaus unter Isolierbedingungen erfolgen. Konsequente Hygienemaßnahmen sind so lange einzuhalten, bis eine Poliovirus-Infektion ausgeschlossen werden kann. Erkrankte oder Ausscheider müssen zwei virologische Untersuchungen im Abstand von sieben Tagen vorlegen, bis sie wieder zu Schulen und sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen zugelassen werden. Jede Kontrolluntersuchung besteht aus zwei Stuhlproben, die im Abstand von ein bis zwei Tagen abzunehmen sind. Bei Kontaktpersonen, die keine vollständige Grundimmunisierung haben, sollte so früh wie möglich eine Schutzimpfung erfolgen.

Hilfe durch den Spezialisten

Je nach Spezifität der Symptomatik kann ausgehend von einem Gespräch mit Ihrem Arzt eine weitere detaillierte Diagnostik bei verschiedensten Fachmedizinern erfolgen. Hierzu gehören:

  • Orthopäden
  • Pädiater
  • Epidemiologen
  • Neurologen

Was Sie bei Ihrem Arzt für Orthopädie erwartet?

Bevor Ihr Arzt für Orthopädie Berlin mit einer Untersuchung beginnt, findet ein einführendes Gespräch (Anamnese) über Ihre aktuellen Beschwerden statt. Im Rahmen dessen befragt er Sie ebenfalls zu zurückliegenden Beschwerden und eventuell bestehenden Erkrankungen.
Mit folgenden Fragen können Sie rechnen:

  • Seit wann bestehen die Symptome?
  • Können Sie eine genaue Charakterisierung und gegebenenfalls Lokalisation vornehmen?
  • Haben sich im Verlauf der Symptomatik Veränderungen ergeben?
  • Leiden Sie unter zusätzlichen Symptomen wie beispielsweise Atemnot, Fieber, Übelkeit, Hals-, Muskel- und Kopfschmerzen. Litten Sie schon einmal daran und sind diese Anzeichen familiär aufgetreten?
  • Bestehen aktuell Vorerkrankungen oder Erbkrankheiten und werden diese therapiert?
  • Nehmen Sie aktuell Medikamente ein?
  • Sind Ihnen Allergien bekannt?
  • Leiden Sie unter Stresszuständen im Alltag?

Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig ein?

Ihr Facharzt für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin benötigt eine Übersicht der Arzneimittel, die Sie regelmäßig einnehmen. Stellen Sie schon vor dem Arztbesuch bei Orthopädie Berlin eine Übersicht über die Medikamente, die Sie einnehmen, in einer Tabelle zusammen. Eine Vorlage für die Übersicht finden Sie hier.

Untersuchungen (Diagnostik) durch den Orthopäden Berlin

Ausgehend von der in der vorangegangenen Anamnese erhobenen Symptomcharakteristik und dem aktuellen Befinden kann der Facharzt für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin nun folgende Diagnostik anwenden:

  • Schnelldiagnostik (Enterovirus-PCR mit anschließender Sequenzierung)
  • Stuhlproben
  • Rachenabstrich
  • Hirnwasseruntersuchung (Liquoruntersuchung)
  • Antikörpernachweis

Ab der zweiten Krankheitsphase können in der Gehirnflüssigkeit Entzündungszeichen in Form von erhöhten Eiweißwerten bei normalen Zuckerkonzentrationen festgestellt werden. Gesichert wird die Diagnose Kinderlähmung (Poliomyelitis) von Orthopäden Berlin durch den direkten Virusnachweis im Rachensekret oder im Stuhl der Erkrankten.

Behandlungen (Therapie)

Eine wirksame Behandlung der Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist nicht möglich. Bisher stehen Orthopäden Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin keine Medikamente dafür zur Verfügung. Bei Kinderlähmung (Poliomyelitis) zielt die Behandlung (Therapie) durch Fachärzte der Orthopädie Berlin darauf ab, die Symptome zu lindern. Sie werden Schmerzmittel gegen die Schmerzen verordnen sowie entzündungshemmende Medikamente. Im Anschluss an die akute Behandlung sind meist längere physiotherapeutische und orthopädische Nachbehandlungen durch Orthopäden Berlin erforderlich, eventuell auch orthopädische Hilfsmittel zur Unterstützung der gelähmten Gliedmaßen. Weitere Maßnahmen sind bei Kinderlähmung (Poliomyelitis):

  • Strenge Bettruhe
  • Muskelentspannende Lagerung der Patienten
  • Krankengymnastik bei auftretenden Lähmungen
  • Maschinelle Beatmung bei Atemlähmungen
  • Intensivmedizinische Betreuung

Bettruhe ist auch bei leichteren Formen der Kinderlähmung wichtig, weil körperliche Anstrengung die Ausbreitung des Virus und damit die Gefahr von Lähmungen begünstigt.

Vorbeugung (Prophylaxe, Prävention)

Einer Kinderlähmung (Poliomyelitis) können Sie nur durch eine Impfung vorbeugen. Orthopäden Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin werden Sie dazu beraten. Die Grundimmunisierung besteht aus insgesamt fünf Impfungen im Säuglings- und Jugendalter, die in der Regel mit Kombinationsimpfstoffen erfolgen. Sie beginnt entsprechend dem Impfkalender für Säuglinge, Kinder und Jugendliche im 3. Lebensmonat und umfasst 3 Impfungen im ersten Lebensjahr und eine weitere Impfung zu Beginn des 2. Lebensjahres. Für Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren wird eine Auffrischimpfung empfohlen. Seit 1998 wird die Impfung gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) nicht mehr mit dem Schluckimpfstoff (OPV) durchgeführt, sondern mit einem Injektionsimpfstoff aus abgetöteten Polioviren (IPV). Sie hat weniger Nebenwirkungen als die Schluckimpfung, die in sehr seltenen Fällen selbst zu Lähmungen führen konnte. Erwachsene sollten ihren Impfschutz überprüfen lassen, wenn sie in Länder reisen, in denen Kinderlähmung (Poliomyelitis) noch vorkommt. Informationen bekommen Sie von Ihrem Facharzt für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin. Im Juni 2002 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Europa für poliofrei. Auch Nord- und Südamerika sowie Australien gelten als poliofrei.

Prognose

Kinderlähmung (Poliomyelitis) kann von Orthopäden Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin nicht wirksam behandelt werden. Jahre oder Jahrzehnte nach der Erkrankung kann es zu einer Muskelschwäche kommen. Der einzige wirksame Schutz gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) ist eine Impfung.

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