Gicht

Kompetenzzentrum für Orthopädie informiert: Gicht

Definition Gicht

Gichtanfall diagnostiziert von Orthopäden Berlin Der Facharzt für Orthopädie aus dem Ärztezentrum Berlin unterscheidet bei einer Gicht zwischen der primären und der sekundären Form. Bei der primären Form wird aufgrund einer genetischen Veranlagung zu wenig Harnsäure über die Nieren ausgeschieden. In sehr seltenen Fällen kann auch eine Überproduktion von Harnsäure vorliegen. Bei der sekundären Form verursachen andere Begleiterkrankungen den erhöhten Harnsäurespiegel im Blut. Wenn der Körper bestimmte Stoffe, die so genannten Purine, abbaut, entsteht Harnsäure. Purine sind natürliche Stoffe, die sich im menschlichen Körper befinden oder in vielen Lebensmitteln enthalten sind, besonders in tierischen.
Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die sich häufig erst nach Jahren oder Jahrzehnten bemerkbar macht. Orthopäden Berlin diagnostizieren dabei einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie). Bei einem gesunden Erwachsenen liegt die Harnsäuremenge bei 3 mg bis 6 mg pro 100 ml Blut. Liegt sie darüber, lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken, an den Sehnen, Schleimbeuteln und in den Nieren ab. Nach längerer Zeit bilden sich so genannte Gichtknoten (Gichttophi). Schmerzen und Entzündungen sind die Folge. Ein akuter Gichtanfall macht sich durch heftige Gelenkschmerzen bemerkbar, meistens in der großen Zehe. Das Gelenk am Zeh entzündet sich, verfärbt sich rot und schwillt an. Nach einigen Tagen klingt der Gichtanfall meistens wieder ab. In der Regel kommt es jedoch zu weiteren Anfällen. Ausgelöst wird der akute Gichtanfall häufig nach fettreichem Essen oder übermäßigem Alkoholkonsum. Wird eine Gicht nicht von Orthopäden Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin behandelt, kann sie chronisch werden.
Gicht wird häufig als Wohlstandskrankheit bezeichnet. Sie tritt in Ländern mit hohem Lebensstandard wesentlich häufiger auf als in Entwicklungsländern. Das ist vor allem auf die unterschiedliche Ernährung zurückzuführen, insbesondere auf den hohen Fleisch- und Alkoholkonsum in den so genannten Wohlstandsländern. Wesentlich mehr Männer als Frauen erkranken an Gicht. Sie sind in der Regel zwischen 40 und 60 Jahre alt.

Synonyme und artverwandte Begriffe

Arthritis urica, Hyperurikämie, Gichtanfall, Zipperlein
Englisch: gout

Überblick Gicht

Kaum eine Gelenkkrankheit ist so schmerzhaft wie Gicht. Es ist eine Stoffwechselerkrankung, die dazu führt, dass zu viel Harnsäure im Körper bleibt und sich Harnsäurekristalle in Gelenken, Sehnen oder in den Nieren einlagern. Akute Gichtanfälle können ausgelöst werden, wenn sich der Harnsäurespiegel im Blut plötzlich verändert. Das kann durch exzessiven Alkoholkonsum, übermäßigen Verzehr von rotem Fleisch, physische sowie psychische Traumata, extreme Diäten oder durch eine Chemotherapie ausgelöst werden. Auch bestimmte Medikamente bzw. Substanzen können den Harnsäurespiegel verändern. Dazu zählen Entwässerungsmittel (Diuretika), Aspirin oder Nikotinsäure.
Früher nannte man die Gicht im Volksmund Zipperlein und betrachtete sie als Krankheit der Wohlhabenden. Im Jahr 1797 entdeckte William Hyde Wollaston erstmals Harnsäure-Kristalle in Gichtknoten (Gichttophi). 50 Jahre später fand man heraus, dass es sich bei der Gicht um eine Stoffwechselstörung handelt. Schon früh war bekannt, dass ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung und einem erhöhten Fleisch- und Alkoholkonsum besteht. Gicht kann zu ausgeprägten Gelenkschäden (Arthritis urica) führen oder zur Ablagerung von Harnsäure in der Niere. Im schlimmsten Fall kann die in dem Organ abgelagerte Harnsäure ein Nierenversagen (Niereninsuffizienz) hervorrufen.

Ursachen der Gicht

Gicht hat häufig erbliche Ursachen, z.B. einen Gendefekt. Der Körper scheidet dann
zu wenig Harnsäure aus. In sehr seltenen Fällen bildet er dagegen zu viel Harnsäure. In beiden Fällen macht sich der Überschuss durch einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut (Hyperurikämie) bemerkbar. Orthopäden Berlin stellen das durch eine Blutuntersuchung fest. Ist der Harnsäurespiegel zu hoch, entstehen Harnsäurekristalle, die sich in den Gelenken, an den Sehnen, Schleimbeuteln und in den Nieren einlagern. Sie sind die Ursachen für die typischen Gicht-Beschwerden: Heftige Schmerzen, Deformierungen, Entzündungen. Gicht tritt auch sehr oft in Verbindung mit anderen Erkrankungen auf, z.B. Bluthochdruck (Hypertonie), Übergewicht (Adipositas) oder mit der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Nierenerkrankungen können ebenfalls Ursache einer Gicht-Erkrankung sein.

Was Sie bei Gicht selbst tun können

Ernährungsberatung bei Gicht durch Orthopädie BerlinDie richtige Ernährung und das Normalgewicht spielen bei Menschen, die an Gicht erkrankt sind, eine wichtige Rolle, um den zu hohen Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) erfolgreich zu senken. Ihr Facharzt für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin berät Sie ausführlich, was Sie selbst tun können, um einer Verschlimmerung vorzubeugen und eine chronische Gicht zu verhindern. Wenn Sie Übergewicht haben, sollten Sie behutsam abnehmen. Orthopäden Berlin empfehlen zudem, auf den Genuss von Alkohol und fettreicher Kost zu verzichten. Zu viel Nahrungsfett hemmt die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren und erhöht die Harnsäurewerte im Blut. Außerdem sind purinreiche Nahrungsmittel nicht ratsam. Dazu gehören Innereien wie Leber und Niere, grüne Erbsen, Rinderfilet, Schweineschnitzel, Kalbslende, Brathähnchen, Salami, Forelle, Hering, Schellfisch, Anchovis und Sardellen. Zu den purinfreien oder purinarmen Lebensmitteln zählen Nudeln aus Hartweizengrieß, Reis, Haferflocken, Mischbrot, Kartoffeln, Blumenkohl, Karotten, Tomaten, Äpfel, Bananen, Orangensaft, Milch, Buttermilch, Joghurt, Käse, Eier und Zartbitterschokolade. Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter, vor allem Mineralwasser, ungesüßten Kräutertee oder Früchtetee. Auf Kaffee, schwarzen Tee oder Kakao müssen Sie bei Gicht aber nicht verzichten. Um die Schmerzen zu lindern, können Sie die entzündeten Gelenke mit Umschlägen kühlen und die Beine und Arme ruhig lagern.

Hilfe durch den Spezialisten

Je nach Spezifität der Symptomatik kann ausgehend von einem Gespräch mit Ihrem Arzt eine weitere detaillierte Diagnostik bei verschiedensten Fachmedizinern erfolgen. Hierzu gehören:

  • Orthopäden
  • Radiologen

Was Sie bei Ihrem Arzt für Orthopädie erwartet

Bevor Ihr Arzt für Orthopädie Berlin mit einer Untersuchung beginnt, findet ein einführendes Gespräch (Anamnese) über Ihre aktuellen Beschwerden statt. Im Rahmen dessen befragt er Sie ebenfalls zu zurückliegenden Beschwerden und eventuell bestehenden Erkrankungen.

Mit folgenden Fragen können Sie rechnen:

  • Seit wann bestehen die Symptome?
  • Können Sie eine genaue Charakterisierung und gegebenenfalls Lokalisation vornehmen?
  • Haben sich im Verlauf der Symptomatik Veränderungen ergeben?
  • Leiden Sie unter zusätzlichen Symptomen wie beispielsweise Atemnot, Schmerzen in der Brust, Schwindelgefühle
  • Litten Sie schon einmal daran und sind diese Anzeichen familiär aufgetreten?
  • Bestehen aktuell Vorerkrankungen oder Erbkrankheiten und werden diese therapiert?
  • Nehmen Sie aktuell Medikamente ein?
  • Sind Ihnen Allergien bekannt?
  • Leiden Sie unter Stresszuständen im Alltag?

Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig ein?

Ihr Facharzt für Orthopädie aus dem Ärztezentrum Berlin benötigt eine Übersicht der Arzneimittel, die Sie regelmäßig einnehmen. Stellen Sie schon vor dem Arztbesuch bei Orthopädie Berlin eine Übersicht über die Medikamente, die Sie einnehmen, in einer Tabelle zusammen. Eine Vorlage für die Übersicht finden Sie hier.

Untersuchungen (Diagnostik) durch den Orthopäden Berlin
Ausgehend von der in der vorangegangenen Anamnese erhobenen Symptomcharakteristik und dem aktuellen Befinden kann der Facharzt für Orthopädie aus dem Ärztezentrum Berlin nun folgende Diagnostik anwenden:

  • Körperliche Untersuchung
  • Röntgenuntersuchung
  • Blutuntersuchung
  • Urinuntersuchung

Behandlungen (Therapie)

Gicht-Behandlung durch Orthopädie Berlin Ihr Facharzt für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin berät Sie ausführlich über Möglichkeiten der Behandlung (Therapie). Dabei wird zwischen anfänglichen (initialen) und dauerhaften Maßnahmen unterschieden. Die anfängliche Gicht-Behandlung durch Orthopäden Berlin dient dazu, den akuten Gichtanfall zu unterbrechen und die Schmerzen zu lindern. Die Dauertherapie soll verhindern, dass die Gicht chronisch verläuft. Auch wenn die ersten Symptome wieder verschwunden sind, ist eine frühzeitige Behandlung (Therapie) bei Gicht empfehlenswert. Ohne Behandlung durch Orthopäden Berlin kann die Erkrankung auf Dauer Gelenke (Arthritis urica) sowie innere Organe schädigen. Die medikamentöse Therapie mit dem „Gift“ der Herbstzeitlosen, Colchicin, durch Orthopäden Berlin zielt darauf ab, die heftigen Schmerzen des akuten Gichtanfalls innerhalb von Stunden deutlich zu mindern. In ein bis zwei Tagen sind die Schmerzen meist völlig verschwunden. Danach wird die medikamentöse Behandlung in der Regel für zwei bis drei Monate mit einer niedrigeren Dosierung weitergeführt, um die erhöhten Harnsäurewerte zu senken und eine Kristallisierung zu verhindern. Glukokortikoide bieten sich an, wenn die Nierenfunktion eingeschränkt ist.
Gleichzeitig startet die Langzeittherapie mit der Umstellung auf purinarme Kost, der Aufnahme von mindestens 2 Litern Flüssigkeit pro Tag, dem Verzicht auf Alkohol und dem Abbau von Übergewicht. Zur dauerhaften Gicht-Behandlung werden auch Medikamente eingesetzt, die den Harnsäurespiegel senken. Dazu gehören Urikosurika, die eine vermehrte Ausscheidung der Harnsäure fördern sowie Urikostatika, die die Bildung der Harnsäure hemmen. Die regelmäßige Kontrolle des Harnsäurespiegels durch den Facharzt für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin lässt früh erkennen, ob die gewählte Behandlung (Therapie) den gewünschten Erfolg zeigt oder ob sie verändert werden muss.

Vorbeugung (Prophylaxe, Prävention)

Da Gicht in der Regel durch eine erbliche Veranlagung entsteht, können Sie der Erkrankung nicht wirklich vorbeugen. Allerdings sind eine gesunde Ernährung und viel Bewegung ratsam. Wer erblich vorbelastet ist, sollte möglichst auf Alkohol, Fleisch, eine fett-, und purinreiche Ernährung verzichten.

Prognose

Obwohl Gicht sehr schmerzhaft ist, kann die Erkrankung in der Regel vom Facharzt für Orthopädie Berlin aus dem Ärztezentrum Berlin leicht behandelt werden. Da die Erkrankung häufig genetisch bedingt ist, kann man sie bis ins hohe Alter nicht loswerden. Sie ist nicht heilbar. Durch eine Ernährungsumstellung und durch Medikamente lässt sie sich aber in den Griff bekommen. Wird eine Gichterkrankung über mehrere Jahre nicht behandelt, kann sie sich zu einer chronischen Gicht entwickeln. Es kommt zu chronischen Schmerzen und Entzündungsreaktionen. Die betroffenen Gelenke sind dann aufgrund der großen Menge abgelagerter Harnsäurekristalle dauerhaft geschädigt.

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